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Alle angegebenen Preise sind Endpreise inkl. MwSt.
Alle Preise ink. MwSt.

:::: Welche Funkanlage für welchen Zweck? ::::

Funkkurse für Funkzeugnisse SRC, LRC, UBI Berlin / Brandenburg
 

Je nach befahrenem Seegebiet benötigen Sie unterschiedliche Anlagen, um u.a. Kontakt mit der Küstenfunkstelle herzustellen und im Notfall sicher Ihre Positionsdaten übermitteln zu können.

Seegebiet A1: Gebiet, in dem mindestens eine Küstenfunkstelle über UKW-Funk hörbereit ist und ununterbrochen für DSC-Alarmierungen zur Verfügung steht. Wenn Sie mit Ihrem Sportboot die Nord- und Ostseeküste und große Teile des Mittelmeers bis max. 60 sm Abstand zur Uferzohne befahren, ist eine UKW/DSC Seefunkanlage ausreichend. Die UKW/DSC-Reichweite beträgt max. 60 sm, UKW-Sprechfunkreichweite max. 30 Seemeilen, abhängig von Antennenposition und gegenwärtigen Ausbreitungsbedingungen..

Seegebiet A2: Gebiet bis zu 150 sm Abstand zur Küste, in dem mindestens eine Küstenfunkstelle über Grenz- und Kurzwelle hörbereit ist und ununterbrochen für GW/KW-DSC-Alarmierungen zur Verfügung steht (ohne Seegebiet A1). Zusätzlich zur UKW-Anlage ist eine GW/KW-Funkanlage notwendig, um Kontakt zur Küstenfunkstelle herzustellen. Es besteht für Sportboote keine Ausrüstungspflicht mit diesen Anlagen.

Seegebiet A3: Ein Gebiet (ohne A1 und A2) innerhalb der Überdeckung eines geostationären Inmarsat-Satelliten, der ununterbrochen für Alarmierungen über Inmarsat-Anlagen zur Verfügung steht. Unternehmen Sie z.B. häufig Transatlantikreisen, können Sie mit Inmarsat-Satellitenfunkeinrichtungen (Inmarsat -B oder -C) sicheren Kontakt zum Festland und damit auch zu einer Küstenfunkstelle herstellen. Starke Kurzwellenanlagen bieten insbesondere nachts aufgrund geringer Aufladung der Ionosphäre eine extrem hohe Reichweite. Es besteht keine Ausrüstungspflicht für Sportboote mit Inmarsat-Anlagen.

Seegebiet A4: Ein Gebiet außerhalb der Seegebiete A1, A2 und A3. Dieses Gebiet, nördlicher als 70° nördliche Breite und südlicher als 70° südliche Breite, wird durch Inmarsat nicht abgedeckt.

Sportboote kleiner als 12 m müssen nicht mit einer Funkanlage ausgerüstet sein. Ab 12 m Läng ist lediglich eine UKW-Funkanlage vorgeschrieben. Es empfiehlt sich neben einer Funkanlage als zweiten Alarmierungsweg die Mitführung einer COSPAS-SARSAT Satelliten-Seenotfunkbake. Inmarsat-E wird ab 01.12.06 leider eingestellt.

 

 
Eine Seefunkanlage für die Teilnahme am weltweiten GMDSS sollte u. a. folgende Möglichkeiten bieten:
(Empfehlung vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, "Merkblatt für Wassersportler")
• Im Notfall soll der Notalarm per Knopfdruck oder über ein Menü mit weiteren Angaben der Notfallart ausgelöst werden können.
• Die Weiterleitung eines Notalarms durch ein Schiff, das selbst nicht in Not ist, muss möglich sein.
• In einem Dringlichkeitsfall muss es möglich sein, den Anruf an eine bestimmte oder an alle Funkstellen zu richten und die Dringlichkeitsmeldung selbst auf einem frei wählbaren UKW-Kanal auszusenden, wenn der eigentlich dafür vorgesehene UKW-Kanal 16 durch Notverkehr belegt ist.
• Eine Sicherheitsmeldung muss an eine bestimmte oder an alle Funkstellen gerichtet werden können. Diese Sicherheitsmeldung selbst muss dabei auf einem frei wählbaren UKW-Kanal ausgesendet werden können, wenn der eigentlich dafür vorgesehene UKW-Kanal 16 durch Notverkehr belegt ist.
• Routineanrufe an Schiffe sollen auf dem vorgesehen Arbeitskanal ausgesendet werden, beim Anruf einer Küstenfunkstellen ist das nicht erforderlich, da der Arbeitskanal in der Antwort der Küstenfunkstelle enthalten ist.
• Beim Anrufen einer bestimmten Funkstelle (Individual Call) darf das Gerät erst auf den Arbeitskanal umschalten, wenn die Antwort der gerufenen Funkstelle empfangen wurde.
• Beim Empfang eines an alle Funkstellen gerichteten Anrufs – unabhängig ob in Fällen von Not-, Dringlichkeit oder Sicherheit - darf das Gerät nicht automatisch auf den im Anruf enthaltenen UKW-Kanal umschalten.
• Die Kanäle 75 und 76 müssen frei geschaltet sein, d. h. nicht blockiert sein.
• Die Kanäle 87 und 88 müssen Simplex-Kanäle sein.
• Es muss möglich sein, auf den Kanälen 15 und 17 auch mit 25 Watt zu senden.